
Wenn man sich die dicke Venus von Willendorf (dem Sexsymbol des Steinzeitösterreichers!) anschaut, merkt man, dass der Homo Sapiens wahrscheinlich auch früher in der Wachau nur gegessen und Wein getrunken haben muss, auch wenn sich die Geschichte des Weines nur 8.000 Jahre zurückverfolgen lässt und die dicke Venus schon über 25.000 auf dem Buckel hat! Fragen über Fragen! Wenn man in der Wachau ankommt spürt man sofort den mineralischen Boden (B, Co, Cu, Fe, Mn, Mo, Zn. Alles klar?) durch die Turnschuhe hindurch, wenn man auf den extrem umständlich gebauten Steinterrassen auf den steilen Donauhängen steht und von der Donausonne geblendet wird. Da denkt man sofort: Auf diese Terrasse passt trotz des Mikroklimas nicht mal n Mikro-Traktor drauf! Bedeutet also, dass der Wachauer Marillenbauer dazu verdammt ist, auf immer und ewig per Handarbeit seine Früchte zu ernten! Daran hat man sich in der Wachau aber anscheinend gewöhnt und aus der Not eine Tugend gemacht, bzw. erreicht, dass niemand in ganz Europa seine Aprikosen „Wachauer Marillen" nennen darf, auch nicht die Marillenbauern in der Champagne! In Wachauer Schulen gibt's wahrscheinlich schon in der dritten Klasse das Fach „Marillenschnapsbrennen", denn jeder zweite Wachauer ist Schnapsbrenner, weil man bei diesen Marillen auch wirklich fast nichts falsch machen kann!
saschascha - 16. Mai, 10:35